So behältst Du Deine Freude an Deinen neuen Polstermöbeln …

Belastbarkeit

Polstermöbel für den allgemeinen Wohnbedarf sind meistens für ein Benutzergewicht von 100 bis max. 120 kg ausgelegt. Bei Armlehnen ist besondere Vorsicht geboten. Diese sind grundsätzlich keine Sitzteile und dafür auch nicht gebaut. Polstermöbel sind zum Sitzen, Liegen, Relaxen oder Schlafen konstruiert, deswegen weich und verformbar. Zum Hüpfen, Springen und darauf Stehen sind sie nicht geeignet. Punktuelle Belastungen führen zu einer irreparablen Überdehnung der Materialien und haben Schäden am Untergestell zur Folge. Das gilt insbesondere für das Stehen auf den Sitzflächen.

Maßtoleranzen

Diese sind bei Polstermöbel nicht zu vermeiden und resultieren im Wesentlichen vom unterschiedlichen Kraftaufwand, mit dem bei der händischen Fertigung Polsterteile bearbeitet, gespannt oder miteinander verbunden werden. Diese stellen keinen berechtigten Beanstandungsgrund dar und haben auf Gebrauch, Nutzen, Funktion und Lebensdauer keinen Einfluss. Maßtoleranzen von 2 bis 5% der Maßangaben sind möglich.

Druckstellen

Bei Möbelstoffen oder Bezugsmaterialien können sich Druckstellen sehr schnell und unterschiedlich ergeben und sind in der Regel „warentypische Eigenschaften“. Größere punktuelle Belastungen wie z.B. sich mit dem Knie oder den Füßen auf das Sofa zu stellen sind unbedingt zu vermeiden, insbesondere bei weich gepolsterten Teilen. So kann es zu übermäßiger Dehnung des Materials kommen. Druckstellen im Sitz-, Rücken- oder Armlehnbereich wie allgemeinen Gebrauchsspuren, Sitzspiegel oder changieren bei Velours sind warentypische Gebrauchseigenschaften.

Durchbiegen

Größeren Sofas oder Bänke können sich nach Material und Größe in der Mitte durchbiegen. Das ist konstruktionsbedingt und nicht zu vermeiden und auch zulässig, wenn dadurch weder die Sicherheit noch die Funktion beeinträchtigt ist.

Armlehnen

Diese haben an einem Polstermöbel haben zwei entscheidende Funktionen: Sie dienen als Auflage für die Arme und sind entscheidend für die Optik bzw. das Design des Möbels. Armlehnen sind nicht dafür geeignet, das Gewicht einer Person zu tragen. Setzen Sie sich bitte nicht auf Armlehnen, diese sind nicht dafür gebaut. Durch gewichtsmäßige Überbelastung können sie sich verziehen, die Füllung kann sich verdrehen, es können auch Nähte reißen. Bei beweglichen (verstellbaren) Armlehnen können durch Überlastung die Beschläge deformiert werden oder können brechen. Bitte unterweisen Sie auch Ihre Kinder dementsprechend.

Rückenlehne

Turnübungen über der Rückenlehne verursachen erhöhte Unfallgefahr durch Umkippen des Polstermöbels. Die obere Rückenpolsterung ist für senkrechten Druck in diesem Ausmaß nicht ausgelegt.

Lose Sitz- und Rückenkissen

Diese können sich während des Gebrauches verschieben und müssen dann wieder in die ursprüngliche Position gebracht werden. Kissen können zum Teil untereinander ausgetauscht werden, somit erfolgt eine gleichmäßige Abnutzung. Klopfen Sie Lose Kissen immer wieder auf, so können diese wieder in ihre ursprüngliche Form zurückgebracht werden.

Gebrauchsbedingte Sitzhärten-Unterschiede

Im Gebrauch findet bei Polstermöbeln im Laufe der Zeit ein Prozess statt, der als Einfedern bezeichnet wird. Das heißt, die Polsterung verändert sich im Gebrauch, abhängig von Nutzungsdauer und Körpergewicht. Wenn Sie das Polstermöbel in den ersten Monaten nur einseitig benutzen – sprich Lieblingsplatz – ist dieser Vorgang am deutlichsten zu beobachten. Jede Polsterung durchläuft diesen normalen und konstruktionsbedingten Prozess. Eine Veränderungen der Sitzhärte ist warentypisch und stellt keine Qualitätsminderung dar.

Haustiere

Bezugsmaterialien für Polstermöbel sind niemals keine kratz- oder schnabelfreundlich. Es gibt Materialien wie Microfaser, die Beanspruchung durch Haustiere eher aushalten als andere. Wenn Ihr vierbeiniger Hausgenosse einen Lieblingsplatz auf dem Sofa oder Sessel hat, legen Sie eine Decke unter. Krallen oder Schnäbel können erhebliche und auch irreparable Schäden anrichten. Erfreuen Sie sich an Ihren Haustieren und überbewerten Sie Gebrauchsspuren nicht. Gerne beraten wir Sie ganz individuell je nach Gepflogenheiten Ihres Haustieres.

Naturprodukte Holz und Leder

Abweichungen in der Farbe und Struktur sind durch das natürliche Wachstum möglich und kein berechtigter Beanstandungsgrund. Leder ist die Haut eines gewachsenen Tieres und kann Spuren der „Erlebnisse“ des Tieres tragen. Bitte beachten Sie dazu unsere Lederfibel“.

Luftfeuchtigkeit

In Neubauten können beim Einzug Böden, Wände und Decken außergewöhnlich feucht sein. Mehr als 60% Luftfeuchte, durch Baufeuchte oder relative Luftfeuchtigkeit sind zum Schutze der Materialien in den Polstermöbeln unbedingt zu vermeiden. Möbelteile dürfen prinzipiell nicht direkt an die Wand gestellt werden, weder im Neubaustadium noch später. Es kann sonst zu Feuchtigkeitsschäden, Aufquellen von Materialien oder Schimmelpilzbildungen bzw. Stockflecken kommen, insbesondere an der Nordseite von Gebäuden. Hinter den Möbelteilen muss immer für eine ausreichende Luftzirkulation gesorgt werden. Die Luftfeuchte sollte speziell für Ledermöbel – das Leder könnte spröde und brüchig werden – aber auch für Ihr Wohlbefinden nicht unter 30% bis 35% sinken, verwenden Sie gegebenenfalls geeignete Luftbefeuchter.

Füße, Schutz des Bodens

Bitte sorgen Sie für den Schutz Ihrer individuellen Fußböden und Beläge. In industriellen Serienfertigung könnten an die Möbelfüße mit Gleitern ausgerüstet sein, die für Ihren Boden nicht geeignet sind. Bitte lesen Sie die Gebraus- und Aufstellanleitungen und rüsten Sie mit geeigneten Gleitern aus Filz, Kunststoff oder Metall nach, um Ihre Böden vor Kratzern oder Beschädigungen zu schützen. Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema. Sind zusätzliche Stützfüße vorgesehen, z.B. in der Mitte eines Sofas, müssen diese aus Gründen der Statik auch montiert und verwendet werden.

Fußbodenheizungen, Zentralheizungen

Holzgestelle in Polstermöbeln, Lederbezüge aber auch Massivholzmöbel könnten hier mehr austrocknen als ihnen guttut. Bitte achten Sie unbedingt auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit von 30% bis 35%.

Der richtige Stellplatz

Polstermöbel müssen waagrecht aufgestellt werden. Insbesondere in Altbauten können schiefe Böden oder Unebenheiten Schäden an Untergestellen und Korpusteilen verursachen, Dadurch können Verzug und damit Knarr- oder Quietschgeräusche entstehen. Bitte gleichen Sie auch kleine Höhenunterschieden durch Unterlegen geeigneter Materialien aus. Manche unserer Polstermöbel haben Kunststoffgleiter, die mit einem Handgriff um einige Millimeter verstellt werden können und so für den Höhenausgleich sorgen.

Die straffe Polsterung

Hier wird der Bezug fest über das Polster gespannt und befestigt. Dadurch wird eine übermäßige Faltenbildung bei Benutzung vermieden. In den meisten Fällen gleicht sich die während des Sitzens entstandene Faltenbildung wieder aus, oft hilft ein Glattstreichen mit der Hand. Es kann durch die natürliche Dehnfähigkeit des Bezugsmaterials mit zunehmender Gebrauchsdauer eine, wenn auch nur leichte, Faltenbildung entstehen. Bei dieser Art der Polsterung sinken sie im Gegensatz zu andren Polsterarten nicht sehr tief ins Polster ein. Je nach Gebrauchsdauer und Körpergewicht kann die Sitzhärte nachlassen, das ist grundsätzlich nicht vermeidbar.

Falten-, Wellen-, Muldenbildung

Diese Effekte im Sitz, Rücken und an Armlehnen stellen keinen Qualitätsmangel dar. Bezüge dehnen sich im Gebrauch und erhalten so eine gebrauchstypische Optik, die Strapazierfähigkeit wird dadurch nicht beeinträchtigt. Durch gleichmäßiges Ausstreichen der Wellen von stellt das ursprüngliche Aussehen weitgehend wieder her und verhindert das Entstehen von Quetschfalten.

Die legere, besonders legere oder saloppe Polsterung

Ein weicher, vorspannungsloser Polsteraufbau mit modell- oder gestalterisch gewünschter Faltenbildung der Bezüge. Merkmal ist eine superweiche, softige Oberfläche. Schon im Neuzustand zeigen die Bezüge eine ausgeprägte Wellenbildung, die gewollt ist. Es ist zu empfehlen, nicht nur einen „Lieblingsplatz“, sondern alle Polsterteile regelmäßig und möglichst gleichmäßig zu benutzen. Lose Sitz- und Rückenkissen müssen regelmäßig aufgeschüttelt, aufgeklopft und glattgestrichen werden.

Polsterabdeckung mit Matten oder Kammerkissen

Diese hochwertige Polsterabdeckung passt sich punktuell dem Körper an. Eine Mischung von losen Schaumstoffstäbchen und Fasern kann sich individuell in den einzelnen Polsterelementen bewegen. Damit sich die Füllung nicht verschieben kann, werden die Matten oder Kissen abgesteppt, das nennt sich auch „kammergenäht“. Je nach Bezugsmaterial kann sich die Steppung der Kammern mehr oder weniger deutlich an der Oberfläche abzeichnen. Leichte Muldenbildung im Gebrauch zeigt, dass sich die Polsterung individuell an den Körper angepasst hat. Durch Aufschütteln, Aufklopfen und Glattstreichen der Kissen kann die ursprüngliche Form wiederhergestellt werden, dies ist ein warentypisches Verhalten (Kopfkisseneffekt).